Positionierung
Die Positionierung ist der erste Eintrag, den ihr als Manager in Cockpit:engage anlegt. Sie ist ein einzelner Satz, der beschreibt, wofür eure Organisation steht — und sie ist die Referenz, gegen die Cockpit später jeden Beitrag, jede Persona und jede Sprachregelung prüft.
Im Tool-Code heißt das Modell intern „Vision”. Im Tool selbst steht überall „Positionierung” — daher nutzen wir das Wort auch in dieser Anleitung.
Was ist die Positionierung?
„Wofür steht die Organisation in einem Satz?”
So lautet der Platzhalter im Eingabefeld. Die redaktionelle Leitplanke aus dem Konzept ist:
- Ein Satz. Keine Liste, kein Absatz, keine Stichpunkte.
- Maximal 240 Zeichen. Cockpit erzwingt das hart — ihr könnt nicht mehr eingeben.
- Kurz, prägnant, fünf Jahre haltbar. Die Positionierung soll länger leben als das nächste Kommunikationsthema.
Warum konfigurieren?
Die Positionierung ist die strategische Klammer, an die alles andere im Tool ansetzt:
- Die KI-Bewertung im Post-Editor prüft jeden Entwurf gegen die Positionierung — passt der Beitrag zur Grundausrichtung?
- Der Konsistenz-Check (KI-Copilot) schlägt Alarm, wenn ihr eine Persona oder eine Sprachregelung anlegt, die der Positionierung widerspricht.
- Die Kommunikationsanleitung, die euer Team intern liest, beginnt mit der Positionierung.
Anders gesagt: Solange die Positionierung nicht steht, ist Cockpit kontextlos. Beiträge laufen zwar durch, aber die KI-Bewertungen sind weniger trennscharf, und der Konsistenz-Check kann nichts prüfen.
Wie konfigurieren?
- Loggt euch als Manager ein.
- Klickt in der Sidebar auf „Positionierung” (oder ruft
direkt
/visionim Browser auf). - Wenn noch keine Positionierung existiert, leitet Cockpit euch automatisch auf das Anlage-Formular weiter.
- Schreibt euren Satz in das Textfeld „Positionierungs-Satz” (Pflichtfeld, mit rotem Sternchen markiert).
- Klickt auf Anlegen. Cockpit speichert den Satz und zeigt ihn auf der Lese-Ansicht.
- Zum Bearbeiten ruft ihr
/visionerneut auf und klickt auf „Bearbeiten” (nur für Manager sichtbar).
Aktive Mitglieder sehen die Positionierung nur. Sie können sie nicht ändern und keine eigene anlegen — das ist eine strategische Manager-Entscheidung.
Empfehlungen
- Schreibt im ersten Aufschlag schlecht. Eure erste Version wird nicht der finale Text sein. Wichtiger ist, dass der Satz überhaupt existiert, damit das Tool kontextuell arbeiten kann.
- Diskutiert intern, nicht im Tool. Das Eingabefeld ist nicht der Ort für eine Konsens-Findung — bringt den Satz im Vorstand/Team zur Reife und tippt dann das Ergebnis ein.
- Prüft den Satz gegen Mitbewerber und Vorgänger-Versionen. Wenn der Satz so klingt, wie er auch auf der Website einer ähnlich agierenden Organisation stehen könnte, ist er zu unspezifisch.
- Vermeidet Listen-Sätze. „Wir sind für X, Y und Z” ist meist ein Indiz, dass es noch keine Klammer gibt.
Häufige Fragen
Können wir die Positionierung später ändern? Ja, jederzeit. Cockpit führt eine vollständige Versions-Historie über paper_trail, ihr verliert also nichts. Frühere Beiträge behalten ihre damalige KI-Bewertung; neue Beiträge werden gegen die aktuelle Positionierung geprüft.
Was passiert, wenn der Satz zu lang ist? Cockpit lässt euch nicht über 240 Zeichen tippen. Wenn ihr nahe am Limit landet, ist das ein Hinweis, dass ihr noch zu viel hineinpackt — der Konzeptpapier-Anspruch ist „kurz und prägnant”.
Können wir mehrere Positionierungen für unterschiedliche Zielgruppen führen? Nein. Pro Organisation gibt es genau eine Positionierung. Für unterschiedliche Zielgruppen sind die Personas gedacht — die Positionierung bleibt die gemeinsame Klammer darüber.
Wer kann die Positionierung sehen? Alle Mitglieder eurer Organisation — Manager und Aktive. Andere Organisationen sehen sie nicht — eure Daten sind strikt von denen anderer Cockpit-Organisationen getrennt.